Bei einem Dekubitus handelt es sich um eine lokal begrenzte zelluläre Schädigung der Haut und darunterliegender Gewebeschichten, die vor allem über knöchernen Vorsprüngen infolge anhaltenden Drucks, Scher- und Reibungskräften bzw. aufgrund einer Kombination dieser Faktoren auftreten kann.

Ein Dekubitus tritt im Allgemeinen dann auf, wenn sich eine Person zu lange und ohne Gewichtsverlagerung in einer sitzenden oder liegenden Position befindet. Blutgefäße versorgen jeden Körperteil mit Sauerstoff und Nährstoffen, so auch die Haut. Ein konstanter Druck in einem Bereich bewirkt eine unzureichende Blut- und Nährstoffversorgung an der betreffenden Stelle. Dem Gewebe werden Sauerstoff u.a. Nährstoffe entzogen. Wird das betroffene Gewebe nicht behandelt, wird es nekrotisch.

What is a pressure ulcer?

Obwohl anhaltender Druck als Hauptursache für einen Dekubitus gilt, trägt eine Kombination aus anderen Faktoren wie z.B. Reibungskräften (reibende und schabende Bewegungen) und Scherkräften (Herunterrutschen im Bett) zu Hautschäden bei, die zu einem Dekubitus führen können.

Unzureichende Hebe- und Transfertechniken können aufgrund von Reibung an Bett oder Stuhl zum Abtragen oberer Hautschichten führen. Wiederholt auftretende Reibungskräfte können das Risiko für einen Dekubitus erhöhen. Gleitkräfte „scheren“ die oberen Hautschichten von den tieferliegenden Schichten. Dies kann beim Herunterrutschen oder beim Hochziehen in einem Bett oder Stuhl der Fall sein.